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Forum künstlerische Bildmedien e.V.
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Vereinsregister-Nr.: VR 27289B
AG Berlin-Charlottenburg
vertreten durch:
Stephan Neidert, Benjamin Gorgas
Kammerflimmern
#21
Mittwoch, 28.07.10, 21.30 Uhr
Kammerflimmern; jeden Mittwoch mit montalich wechselndem Themenschwerpunkt.
Während bei den sommerlichen Temperaturen am liebsten alle die Stadt verlassen würden, laden wir im Juli bei gekühlten Getränken ins ORi, um uns an filmischen Hommagen an Berlin zu ergötzen. Vier Filme unterschiedlichster Colouer, Entstehungszeit und Schwerpunktsetzung werfen einen Blick auf das Berliner Großstadtleben...
Zum Ende dieser Reihe gibt's Fünf Geschichten, die in fünf Berliner Bezirken spielen, mit zahlreichen bekannten jungen SchauspielerInnen in Szene gesetzt. Sie erzählen von pubertierenden Jungs mit großer Klappe, aufstrebenden Jungunternehmern, hochstaplerischem Sex im Edelhotel, einer Bootsfahrt mit überraschender Pointe – sowie von einer Stadt, die vielleicht erst herausfinden muss, ob sie wirklich cool ist oder nur ein sympathischer Unort.
Der Film wurde ohne Fördermittel gedreht. Der Regisseur wollte sich damit die künstlerische Freiheit bewahren. Alle Schauspieler wirkten deshalb ohne Gage mit.
Lesebühne Neukölln
Angela Peltner und Agnieszka Debska
Süss und Deftig
Donnerstag, 29.07.10, 21.00 Uhr

Angela Peltner wurde 1982 als Magdeburger Pflanze geboren. Seit acht Jahren ist sie Exilberlinerin und schreibt exakt seit dieser Zeit Gedichte und Texte zur Musik. Berlin und sie befinden sich meist im Clinch - das macht erfinderisch und kreativ. Ihr erstes Gedichtbuch "Angelas Park" erschien 2006 im Wiku- Verlag, ihr neues Buch soll noch dieses Jahr unter dem Titel "Mit Pampel in die Muse" erscheinen. Darüber hinaus ist Angela Peltner Musikerin und stolze Besitzerin des tollen Panikpreis von Udo Lindenberg, der ihrer Musik und vor allem ihren Texten das Prädikat "besonders wertvoll" verliehen hat. Nachdem sie jahrelang mit ihrer Band Krach gemacht hat, ist es nun an der Zeit, kleine leise Töne oder Zeilen anzuschlagen

Agnieszka Debska, geb. 1978 in Polen. Während ihrer zwanzig in Deutschland verbrachten Jahre hat sie es bereits mehrmals geschafft, im ORi aufzutreten, zuletzt im Mai mit einer Ausstellung ihrer Malerei. Sie schreibt, übersetzt, malt, fotografiert, lektoriert, korrigiert, redet, schweigt, tritt auf und ab und nun wieder auf!
Frei nach dem Motto "Süss&Deftig" laden Agnieszka Debska und Angela Peltner zum gemeinsamen Zuhören ein. Liebe, Sehnsucht und andere zarte Gefühle sind unmöglich zu trennen von schwarzem Humor, hinterhältigen Abrechnungen und einem kalten Schuss Ironie. Musikalisch werden die beiden Damen von Lars Hengmith am Klavier begleitet.
Kammerflimmern
#22
Mittwoch, 04.08.10, 21.30 Uhr
Kammerflimmern; jeden Mittwoch mit montalich wechselndem Themenschwerpunkt.
Wir befinden uns mittendrin. Zurück gehts nicht und daß wir jemals wieder rauskommen ist so nicht gesagt. Im Sommerloch allerdings haben all diejenigen Hinterbänkler mal die Chance sich hervorzutun und lang gehüteten Nonsense zu verbreiten. Was in der Nachrichtenlandschaft gut funktioniert werden wir im August auch mal umsetzen. Wir haben die nettesten und furchtbarsten Streifen auf ein großes Kalenderblatt gelegt und mal geschüttelt. Die ersten vier, die durch das Loch zwischen Juli und September gepurzelt kamen werden euch in den folgenden Wochen präsentiert.
Los gehts mit wirklich schlechtem Geschmack. Daß sich Peter Jackson (Regie, Drehbuch, Produktion) in seiner späteren Karriere an Tolkiens Romanvorlagen probieren durfte, erlaubte man ihm sicherlich nur, weil er diesen 1987 entstandenen Streifen als Parodie auf 70er / 80er Jahre Splatterfilme bezeichnete: Aliens in Menschengestalt landen auf der Erde und knabbern neuseeländische Städter an, um herauszufinden, ob sich die Spezies Mensch nicht auch für ihre heimische FastFoodProduktion eignet. "Die Boys" werden losgeschickt um die Pläne zu vereiteln und unter Einsatz unnötiger Gewalt scheint dies auch zu gelingen.
"Die starke Polarisierung des Publikums dürfte nicht zuletzt auf die extreme Überzeichnung zurückzuführen sein." - so siehts mal aus. Kommt also bitte hübsch polarisiert.
Lesebühne Neukölln
Eve McFar
Donnerstag, 05.08.10, 21.00 Uhr

Eve McFar
Eve McFar traut sich immer wieder an körperliche Auseinandersetzungen, ob im Leben beim Rugby oder im Text zwischen Männer und Frauen. Dass dabei die Frauen die Opfer sind, ist nie gesagt, vielmehr stellt sich die Frage, was der Autor bezwecken will, wenn die körperlichen Abläufe derart in den Vordergrund gestellt werden? Die Materie bestimmt das Bewusstsein?
In den Gender Studies kommt der Körper nicht zu knapp zur Sprache, aber bei der Frau erscheint das Bild nicht weniger pathologisch, als es der Mann zuvor präsentiert hat. Der Mann nutzte es schimpflich für ein Antibild der Frau.
Eve McFar schreibt ausgehend von einer Ebenbürtigkeit beider Geschlechter. Bei ihm ist das Spiel mit dem Körpern eines auf Augenhöhe. Wenn die Kräfte richtig verteilt sind, braucht es nur noch den geneigten Autor, der sich am Treiben der Glieder erfreut und nicht Macht, sondern Lust am Leib offeriert.
Einleitende Lektüre:
Brinkmann, Rolf Dieter: Rolltreppen im August. Gedichte, hrsg. von Chris Hirte. Berlin /DDR (Volk & Welt) 1986.
Perec, George: Das Leben. Gebrauchsanweisung. Frankfurt/Main (Zweitausendeins) 1982.
Lesebühne Neukölln
Wieder Worte
Donnerstag, 12.08.10, 21.00 Uhr

Verein Kreatives Schreiben e.V. proudly presents: Frische Texte!
Wer kennt sie nicht, die Demonstration der Pinguine von Uli Stein auf der morgendlichen Müsli-Schüssel. Die Moral von der Geschichte: Dagegen sein ist leicht. Man muss aber auch wissen, wogegen. Und wie man dieses Dagegensein ausdrücken kann. Fünfundzwanzig schreibende Schülerinnen und Schüler haben an einer Schreibwerkstatt Anfang August teilgenommen. Die hieß WIEDER WORTE. Geschrieben wurde zum Thema und zu ganz anderen Dingen. Geschichten. Und Stories. Auch Gedichte. Sogar Lyrics. Möglicherweise Lieder. Texte, die doch gar keinen Namen haben. Wort-Gebilde. Interaktive Texte. Vielleicht ein Hörspiel. Oder ein Theaterstück von einer Demo. In Berlin. Vor dem Zoo.
Vier von diesen fünfundzwanzig Jugendlichen lesen, was sie Anfang August geschrieben haben. Und wer selbst einmal bei einer Werkstatt mitmachen will: www.schreibwerkstatt-berlin.de
Lesebühne Neukölln
Mareike Schneider und Marius Baumann
Hinter dem Sand kein Meer
Donnerstag, 19.08.10, 21.00 Uhr

Mareike Schneider und Marius Baumann lesen, nach zahlreichen gemeinsamen Auftritten in Leipzig, Dresden und Berlin exklusiv für die Lesebühne Neukölln.
Marius Baumann arbeitet in seinem wahren Leben als Psychologe und Paartherapeut und ist ehemaliger PoetrySlamer und Ex-Kolumnist für das Online-Blogforum Readers-Edition. Mit seiner lakonischen „Lyrik noir“ führt er zu den Müllkippen der Liebe, wo die sensiblen, lyrischen Protagonisten teils zynisch, teils fassungslos ihre Sprache zwischen Begegnungswunsch und Scheitern suchen.

Mareike Schneider ist Studentin des Kreativen Schreibens an einer der zwei einzigen Schreibuniversitäten in Deutschland. Sie veröffentlichte in Anthologien und Literaturzeitschriften, gewann diverse Preise und Wettbewerbe, darunter den nationalen Poetry Slam 2002 in Leipzig und den Holzhäuser Heckethaler 2006. In ihrer Prosa arbeitet sie mit Kontrasten, die einen nicht sicher sein lassen, ob man lachen oder heulen will, ob man die Figuren kennen oder lieber niemals treffen möchte.
aktuelle Ausstellung
"Das wird hier kein Kuschelkiez"
Stimmen aus der Nachbarschaft
26.06.10 - 16.08.10

In der öffentlichen Wahrnehmung war das Viertel um den Reuterplatz im
Stadtteil Neukölln lange Zeit negativ besetzt und wurde mit hoher
Arbeitslosigkeit, Armut und Gewalt an Schulen assoziiert. Zunehmend
macht der Kiez nun durch eine sich entwickelnde Kunst- und Kneipenszene
von sich reden, die einerseits eine Belebung und Aufwertung des
Viertels, andererseits die Verdrängung von Bewohnern über Mieterhöhungen
bedeuten kann.
Initiiert von der Projektgruppe 0,7 KM² - WIR IM REUTERKIEZ fragt die
Ausstellung "DAS WIRD HIER KEIN KUSCHELKIEZ"- BILDER UND STIMMEN AUS DER
NACHBARSCHAFT nach den individuellen Folgen dieser Entwicklung und
reflektiert die spürbaren Umgestaltungen im Reuterviertel aus der Sicht
der Menschen, die hier leben und arbeiten. Mehr als zwanzig
Neuköllnerinnen und Neuköllner, darunter Kunst-schaffende, Schüler,
Cafébesitzer und Seniorinnen, haben sich beteiligt und von ihren
Lieblingsorten, Kritikpunkten, Visionen, Erinnerungen und interessanten
Begebenheiten im Kiez erzählt.
2009 bereits erfolgreich in der Siebdruckwerkstatt (SDW) in der
Pflügerstraße 11 ausgestellt, sind im ORi 12 Fotoporträts mit
Audiointerviews sowie zwei Kurzfilme zu sehen, die Nachbarn und
Kiez-Interessierte zu einer kritischen Auseinandersetzung mit
Stadtentwicklungsprozessen in Nord-Neukölln einladen.
"Das wird hier kein Kuschelkiez"
Stimmen aus der Nachbarschaft
Projektgruppe "0,7 km² – Wir im Reuterkiez"
Vernissage am 26.06.10
Finissage am 15.08.10